
„Duschen gegen Haushaltsdebakel“
In den letzten Jahren zahlten die Wasserverbraucher in Siegburg mehrere Millionen Euro an Wassergeld zuviel. Der komplette Überschuss in Form der Konzessionsabgabe, Jahresüberschuss und Verwaltungskostenpauschale wurde dem Wasserwerk entzogen. Er diente der Sanierung des maroden städtischen Haushaltes. Die jetzt alleine mit den Stimmen der CDU erfolgte Erhöhung der Wasserentgelte in Siegburg, wie auch das letzte Mal kurz nach der Kommunalwahl, dient nur zu einem Teil der Deckung gestiegener Kosten (so muss zum Beispiel das Wasserwerk weiterhin für Investitionen ständig neue Darlehen aufnehmen und immer höhere Zinslasten tragen). Vor allen Dingen sollen die Überschüsse ein neues Rekordniveau erreichen und den Haushalt stützen.
„Diese radikale Ausbeutung von Wasserwerk und damit Wasserverbrauchern muss aufhören,“ so Jürgen Peter, Vorsitzender der FDP Siegburg. „Wir haben daher im Betriebsausschuss beantragt und das im letzten Rat informell wiederholt, wenigstens den Jahresüberschuss für die Finanzierung der Investitionen und zur schnelleren Tilgung der Darlehen im Wasserwerk zu belassen. Das wurde abgelehnt.“
Die sogenannte Gewinnthesaurierung, also die Bildung von Rücklagen aus nicht ausgeschütteten Gewinnen für Investitionen in der Zukunft, entspricht einem gesunden betriebswirtschaftlichen Denken und Handeln. Mit ihrer Verweigerung gegenüber dieser einfachen Logik lässt die Mehrheitspartei den Verbraucher die Zeche gleich mehrfach bezahlen: Die Entgelte liegen weit über den Kosten für Betrieb und Beschaffung des Wassers, der Überschuss verschwindet im schwarzen Loch des Haushalts der Stadt und die Zinslast der Darlehen steigt im Wasserwerk in den Himmel.



Liberales Siegburg




