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Sonntag
05. September. 10
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Keine Einkaufsgalerie außerhalb des Einzelhandelskonzepts

FDP sieht Ansiedlung einer ECE-Einkaufsgalerie in Siegburg kritisch
Siegburg ist attraktiv für Großinvestoren. Einmal verfügt die Stadt über eine hervorragende Infrastruktur, zum anderen ist bekannt, dass die Siegburger über eine Kaufkraft von 241,6 Millionen Euro verfügen.
Wenn jetzt die ECE die Verkaufsfläche in der Siegburger Innenstadt um 37.5% vergrößern will, von jetzt 40.000 Quadratmeter auf dann etwa 55.000 Quadratmeter, verringert sich rechnerisch natürlich auch die Kaufkraft bezogen auf den Quadratmeter Verkaufsfläche.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden jedoch bedingt durch die Finanzkrise in Zukunft eher weniger als mehr in den Konsum fließen lassen können. Wenn dann dazu kommt, dass die Nachbarkommunen gleich große Zentren planen, d.h. von dort für Siegburg kaum Zufluss an Kaufkraft zu erwarten ist, wird entweder der Siegburger Einzelhandel an Nachfrage Einbußen erleiden, oder die ECE kommt nicht auf ihre Kosten.
Eine Klärung dieser Fakten erwartet die FDP aus dem zurzeit noch nicht fertig gestellten Einzelhandelskonzept. Da jedoch, obwohl der Bürgermeister nach eigener Auskunft seit einem Jahr Kontakt zum Investor hat, dieses Großprojekt bis heute nicht Eingang gefunden hat in das Einzelhandelsgutachten, kann der Bürgermeister auch nicht hingehen, dieses Teilkonzept als Beleg für einen politischen Alleingang heranzuziehen. In dem bis heute fertig gestellten Teil des Einzelhandelskonzepts heißt es für Siegburg eindeutig, die Stadt verfüge über einen ausgewogenen Branchenmix; lediglich die Nahversorgung mit Lebensmitteln in der Innenstadt stelle ein Problem dar.
Außerdem sollte die Politik nicht der Illusion erliegen, dass ein Unternehmen wie ECE sich von der Kommune vorschreiben ließe, welche Branchen es in seiner Galerie ansiedelt. Ein solches Unternehmen bietet möglichst alles unter seinem Dach, denn nur auf diese Weise kann es einen Großteil der Kaufkraft abschöpfen.
Ein Blick ins Internet zeigt übrigens eindrucksvoll, wie Bürger und Einzelhandel, z.B. in Ulm, Cottbus und Soest auf die Ansiedlungswünsche von ECE reagiert und diese letztlich verhindert haben.
Fazit: für die FDP gilt: Solange nicht eindeutig per Einzelhandelsgutachten geklärt ist, dass die Attraktivität der Siegburger Innenstadt mit ihrer vielfältigen Handelsstruktur durch die Ansiedlung von ECE nicht gefährdet ist, wird die FDP die Zustimmung zu diesem Großprojekt verweigern.
Des Weiteren verlangt die FDP, dass eine eventuelle Ansiedlung dieses Unternehmens in der Innenstadt Niederschlag in dem zu erstellenden Verkehrskonzept für Siegburg findet
 

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