Uneinsichtig: Wir sind direkte Nachbarn des Kinderspielplatzes in unserem „Luftkurort“. Daß ab und zu ein Blick auf die Nachbarfläche fällt, ist selbstverständlich. So beobachte ich, wie eine junge Dame mit ihrem Hündchen zielstrebig über den Spielplatz zum Gerätepark marschiert und dort am Übergang zum Sand den Kleinen losleint, um sich direkt danach zu einer Sitzbank zu begeben. Mit kräftiger Stimme mache ich von meiner Terrasse aus die Frau darauf aufmerksam, daß es sich hier um einen Kinderspielplatz und nicht um ein Hundeklo handelt. Zur Antwort bekomme ich, daß ich hier gar nichts zu sagen hätte. Ich gehe in das Haus zurück, ziehe meine Strassenschuhe an und betrete von der Seitenstrasse den öffentlichen Platz. Die Dame hat sich inzwischen nichts Gutes ahnend in Richtung Hauptausgang auf die „Flucht“ begeben und krakeelt abziehend lauthals, sie wird die Polizei anrufen und beschimpft mich mit einem unfeinen Ausdruck. Ich habe Enkelkinder, die bei Besuch auf den Spielplatz gehen, ich beteilige mich als Opa an Maßnahmen des Kinderschutzbund, um benachteiligten Kindern ein paar Wochen Ferienvergnügen zu bereiten. Habe ich nicht geradezu die Pflicht, Uneinsichtige energisch auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen?
Baustelle: Das Nachbarhaus wird saniert. Außen und Innen. Diverse Gewerke treten sich auf die Füße, da der Einzugstermin nicht verschoben werden kann. Wo sollen die Handwerker ihre Fahrzeuge parken? Einerseits steht der Zugang zum Gebäude voll mit Material, andererseits muß man öfters zwecks Werkzeug und fehlenden Teilen zum Auto. Da fährt man halt auf die Rasenstreifen der Nachbarn und wühlt die ursprünglich regelmäßig gepflegten Flächen um in Mondlandschaften. War das wirklich unumgänglich? Der verantwortliche Bauleiter kam leider nicht auf die Idee, die Hecke am Nebenweg einige Meter durch ein Gartenbauunternehmen vorsichtig aufzunehmen, die anschließende Fläche mit grobem Kies zu befestigen, damit zwei / drei Fahrzeuge darauf Platz gefunden hätten. Nach den Baumaßnahmen wäre es ein Leichtes gewesen, den Kies mit Kleinbagger zu entfernen und die Hecke zurück zu verpflanzen. Hätte allerdings einige hundert Euro gekostet. Jetzt grüßt man sich gequält, bis sich hoffentlich etwas tut.
Ruhender Verkehr: Wohin mit den vielen Autos, die nicht mehr auf den eigenen Parkplatz passen, da die „Brut“ flügge geworden ist oder die Garage zeitweise oder für dauernd zweckentfremdet wurde. Vor allem am Wochenende, wenn die Gefahr gering ist durch Dienstpersonal des Kreises oder der Kommune im Außenbezirk „belästigt“ zu werden, gibt es Zeitgenossen, die rücksichtslos vor Bushaltestellen, vor unübersichtlichen Einmündungen, vor Zugängen von Spielplätzen ihre Autos, Anhänger abstellen. Daß damit ernste Gefahren für die „Zwerge“ heraufbeschworen werden, scheint diesen Übeltätern nicht zu dämmern.