Mein Freund der Baum: Vor ungefähr 30 Jahren wurden zwei Bäume als Spende auf dem Kinderspielplatz Braschoß gepflanzt. Vor kurzem wurde eine der beiden Eschen wegen vollkommener Dürre und damit als Sicherheitsrisiko vom Gartenbauamt umgelegt und abtransportiert ( was ist eigentlich mit dem wertvollen Brennholz passiert ? ). An die gefällte Esche erinnert nur noch ein dunkler Fleck im Rasen. Die Krone der übriggebliebenen Esche macht auch keinen gesunden Eindruck mehr.Eine Ersatzpflanzung ist bisher nicht durchgeführt worden, obwohl die Baumschutzsatzung von Siegburg dies vorschreibt. Für die Kommune sollten die gleichen Verpflichtungen gelten wie für den privaten Grundstücksbesitzer. Gerade die Stadt hat eine Vorbildfunktion gegenüber der heranwachsenden Jugend.
Jugendliche- vor allem männliche- müssen sich austoben können. Der Kinderspielplatz in Braschoß muß derzeit für Fußballspiele herhalten, obwohl dieser im jetzigen Zustand nicht geeignet ist ( Kleinkinder im Sandkasten sind gefährdet, fehlgeleitete Bälle werden aus den Nachbargärten „gefischt“ ). Der Sportplatz „Auf der Hoven“ kommt für diesen Straßen-Fußball nicht in Frage. Eine Möglichkeit wäre, einen Teil des Kinderspielplatzes für die „Bolzerei“ etwas zu stabilisieren und gegen den übrigen Spielplatz per Zaun oder Hecke abzusichern. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine einigermaßen ebene Fläche anzupachten und für den jugendlichen Tatendrang zur Verfügung zu stellen.
Nebenstraßen, meist ohne Bürgersteig, werden immer schmaler, sodaß bei Gegenverkehr auf Hof- bzw. Garageneinfahrten ausgewichen werden muß. Niedliche Hecken, vor Jahren gepflanzt, mauserten sich mit ungenügendem Abstand zum Straßenbereich zu beachtlichen Baumreihen und üppigen „Strauch-Inseln“. Die Abflußrinne des Sträßchens ist zugewachsen und völlig verdreckt. Versteckte Gullis können nicht gereinigt werden, sodaß bei Niederschlag das Wasser nicht vernünftig abgeleitet werden kann. Es wird sich doch sicher in dem Verwaltungsapparat eine dafür zuständige Abteilung finden lassen.
Der Flickenteppich von Bürgersteig und Straße in der Verbindung Schreck, Braschoß, Schneffelrath nähert sich osteuropäischen Verhältnissen. Sicher hilft dieser „Rübenacker“ , die Geschwindigkeit mancher Raser zu dämpfen. Daß aber
gehbehinderte ältere Bürger, aber auch Kinder deswegen hinfallen, ist nicht mehr akzeptabel. Die „Schönheits-Reparaturen“, aufgeklebtes Bitumengemisch, halten nur wenige Monate und sind dementsprechend für die „Katz“. Die Bordsteine bröckeln zusehends und sind mitverantwortlich für Knöchelstauchungen und Gefährdungssituationen mit dem vorbeifließenden Verkehr. Lieber ein Teilstück richtig sanieren, als schon seit Jahren nur ungenügend flicken.
Stabile Ruhebänke für die ältere Generation- auch Mütter mit kleinen Kindern freuen sich darüber- sind eine Wohltat für abgenutzte Gelenke. Die eine oder andere Bank ließe sich sicher noch am Übergang von Flur zum Wald aufstellen. Eine Spendenaktion mit freundlicher Namensnennung könnte die dazu erforderlichen Mittel beibringen. Die Mitarbeiter des Gartenbauamtes sind fast jede Woche in den Außenbezirken tätig. Die haben sicher einen Blick für geeignete Aufstellungsorte. Warum hat man an dieser Stelle den Mülleimer, möglichst aus Metall, nicht vorgesehen?





