Ein Huhn mit fremden Federn

FDP Siegburg

Samstag
31. Juli. 10
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Ein Huhn mit fremden Federn

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Als die FDP-Siegburg von den Raumproblemen an der GGS-Wolsdorf ( offene Ganztagsgrundschule ) erfuhr, unternahm die FDP Siegburg mit der Schulleiterin, Frau Haas, während des Unterrichts eine Begehung. Danach waren auch wir davon überzeugt, dass die Forderung nach einem Mehrzweckraum dringend notwendig sei. Die FDP versprach, sich des Problems anzunehmen und trug das Anliegen in einer Sitzung des Planungsausschusses Bürgermeister Franz Huhn vor.

Wie immer bei Forderungen der FDP reagierte der Bürgermeister gereizt und unsachlich und erklärte, dass ausreichend Räumlichkeiten vorhanden seien und alles nur eine Sache der Organisation sei. In Afrika hätten die Schüler noch schlechtere Lernbedingungen. Mit dieser frechen Abfuhr gaben sich die Eltern der GGS-Wolsdorf nicht zufrieden und die Schulpflegschaft organisierte eine Unterschriftensammlung. Es lagen 176 Unterschriften der Eltern vor. Daraus formulierte die FDP-Ratsfraktion einen Antrag zur Ratssitzung am 19.Juni 2008, untermauert mit der Unterschriftensammlung.
Das Ergebnis war, wie in Siegburg üblich, negativ: Bürgermeister und Verwaltung sahen für das kommende Jahr keinen Handlungsbedarf, und die FDP musste sich vom Fraktionsvorsitzenden der CDU, Herrn Jürgen Becker, als populistisch und die Finanzen zerrüttend,  beschimpfen lassen.
Aufgrund dieser Absage erhielten die Eltern, die sich an der Unterschriftenaktion beteiligt hatten, einen Brief von Bürgermeister Huhn, worin dieser erklärte, dass in der Schule zwar ein Mehrzweckraum vorhanden sei, jedoch würde dieser von der Schulleitung zweckentfremdet.
Somit könne das Anliegen der GGS-Wolsdorf erst in den Haushaltsberatungen der kommenden Jahre berücksichtigt werden.
Plötzlich jedoch hat der Wolf (hier: Huhn) das Schafsfell übergeworfen und gibt bekannt, das „ER“ dem Rat der Stadt Siegburg empfohlen habe, die nötigen Finanzmittel für 2009 bereitzustellen.
Dieser Schwindel findet mannigfach in Siegburg statt: Die Opposition formuliert einen Handlungsbedarf, das CDU-Duo lehnt lautstark ab. Nach längerer Denkpause kommt unser Herr Bürgermeister mit demselben Vorschlag und brüstet sich mit seinen tollen Ideen.
Beispiele hierzu:
Forderung nach einem Verkehrskonzept,
Forderung nach einem Einzelhandelsgutachten
Neugestaltung des Oktopus -Schwimmbads
Neugestaltung der Straße „Am Kleiberg“

Der Bürgermeister schmückt sich mit gelbblauen Federn