Patientenkritik ist Spätfolge verfehlter CDU-Politik!

FDP Siegburg

Samstag
31. Juli. 10
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Patientenkritik ist Spätfolge verfehlter CDU-Politik!

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Ein Beispiel für den Realitätsverlust jahrzehntelanger absoluter Mehrheiten ist in Siegburg die von führenden CDU-Politikern vor Jahren verursachte Pleite des Krankenhauses.

Der heute in Leserbriefen beklagte unzumutbare Zustand der Sanitäranlagen des Helios-Klinikums ist immer noch Folge des gewaltigen Sanierungsstaus, der aus dem jahrelangen Missmanagement in städtischer Trägerschaft herrührt.

Die CDU glaubte damals, ihren Einfluss auf zusätzliche Lebensbereiche weiter ausdehnen zu können, indem sie ein mit dem Betrieb eines Krankenhauses und dem Neubau einer Herzklinik völlig überfordertes verdientes CDU-Mitglied in die Geschäftsführung hievte. Ziel war es, mit  unrealistischen Gewinnerwartungen aus einer privaten Herzklinik den über Jahre aufgelaufenen Sanierungsstau im Altgebäude zu beheben.

Nachdem diese Fehlkalkulation dazu geführt hatte, dass Rücklagen in Millionenhöhe aus dem städtischen Haushalt im Krankenhaus verpulvert waren und in Folge dann die Stadt mit hohen Bürgschaften statt eigentlich fälligen Geldzuflusses die  Insolvenz hinausgezögert hatte, war schnell die 100 Millionen-Schuldenlinie erreicht.

So wurde als Retter aus der Not ab dem 1.1.2002 der Fresenius-Konzern neuer Pächter der Immobilie und als Betreiber des Krankenhauses Vertragspartner. Der größte Teil der Schulden verblieb bei der Krankenhaus Siegburg GmbH, deren einziger Gesellschafter die Stadt ist.

Ein Schuldenberg in Höhe von zunächst 23 Millionen € musste in den städtischen Haushalt übernommen werden. Hinzu kam ein auf dreißig Jahre zu leistender „Investitionskostenzuschuss“ an Fresenius in Höhe von 1,58 Mio. € pro Jahr zulasten der Stadt.

Bleibt zu hoffen, dass der Ende 2007 geschlossene Kaufvertrag für die Immobilie endlich rechtskräftig wird, damit die Helios-Klinik die angekündigten Investitionen tätigen kann. Der Stadt blieben auch nach dem Verkauf weiterhin hohe Schulden, dann jedoch ohne darlehenssichernde Immobilie.

Fakt ist:

Die Kreisstadt Siegburg braucht ein Krankenhaus, das den modernen medizinischen und sanitären Anforderungen gerecht wird.