FDP lehnt zweifelhaftes Verhalten der Grünen im Rat ab
Trotz deutlicher Verluste bei den letzten Wahlen hat die CDU in Siegburg nun wieder alle drei Bürgermeisterposten sicher. Die hohen Stimmenanteile für den demokratischen Gegenkandidaten und die Oppositionsparteien fallen damit unter den Tisch. Möglich machten dieses zum dritten Mal nach einer Wahl die Grünen im Rat unter Astrid Thiel und Hans-Werner Müller. Die Spitzenvertreter der Partei, die vor 20 Jahren noch mit ihrem Basisdemokratischen Ideal die politische Welt verändern wollte, haben zugunsten eigener Pöstchen den Willen vieler Wähler ignoriert. Das sie damit angeblich die Umwelt- und Schulpolitik voran bringen wollen, wirkt da nur wie eine fade Entschuldigung.
Keine drei Wochen ist es her, da waren die Siegburger Grünen für die CDU noch fest in einer Ampelkoalition mit Linksabbiegerpfeil verankert. Nicht länger  ist es her, da war mehr Demokratie für Siegburg durch Brechen der absoluten Mehrheit der CDU noch oberstes Ziel der Grünen – zumindest auf den Plakaten. Nun schwenken beide Ratsfraktionen auf den Kurs ihrer Kreistagsfraktionen ein und kürzen die demokratisch legitimierte Vertretung einer großen Wählergruppe.
Die CDU kann ihre Freude über die billig erkauften Vorteile, die sie dadurch hat, sicher nur schwer zügeln: alle drei Bürgermeister, die Grünen, noch ohne offene Häme, als willfährig der Öffentlichkeit vorgeführt und die Opposition erfolgreich gespalten. „Für die FDP wird es schwer werden, den grünen Opportunisten in Zukunft zu trauen,“ so Jürgen Peter, Partei- und zukünftiger Fraktionsvorsitzender der Siegburger FDP. „Wer sich für ein Linsengericht verkauft ist nicht der Partner, den man sich in den harten wirtschaftlichen Zeiten, die der Stadt bevorstehen, an seiner Seite wünscht.“





