Energiekonzept
Die „Energiepotentialstudie für den Rhein-Sieg Kreis“ hat für Siegburg ein bemer-kenswertes Vorkommen an natürlichen Energien festgestellt. Insbesondere Erdwär-me und Sonnenenergie sind Potentiale, die es zu heben gilt. Alternative Energiege-winnung muss von gezielten und nachhaltigen Energiesparmaßnahmen begleitet werden. Die einzelnen Maßnahmen sind aufeinander abzustimmen und mögliche Förderungen gezielt einzusetzen. Damit wird das vermieden, was 2008 für Siegburg entschieden wurde: Die Stadt schloss einen 5 Jahre laufenden Vertrag zum Bezug von Ökostrom mit einem hiesigen Stromversorger. Obwohl der Öko-Strom deutlich teurer ist als „normaler“ Strom, ist der Schritt an sich zu begrüßen. Sinnvoller wäre er jedoch dann gewesen, wenn die Stadt vorher effektive Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt hätte. So wird die wertvolle Energie unnötig mehr verbraucht und der Bürger zahlt dafür dreifach: den höheren Strompreis für den Ökostrombezug der Stadt, den hohen Verbrauch wegen fehlender Energiesparmaßnahmen und die Zuschüsse zur Energieeinspeisung über die eigene Strompreiszahlung.
Die FDP setzt sich ein für Â
- ein Energiekonzept für Siegburg zu erstellen, dass zum einen die Ergebnisse der der Studie berücksichtigt und eine Umsetzung beschreibt. Vorliegende und zukünftige Energiepässe für die Gebäude müssen für die Bürger einsehbar sein;
- wirksame Energiesparmaßnahmen, insbesondere in den öffentlichen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung, die den Energieverbrauch kurzfristig reduzieren. Diese sollten sowohl bedarfs- als auch verbrauchsabhängig entwickelt werden, da ein entsprechendes positives als auch negatives Nutzerverhalten leicht ablesbar wäre. Als Negativbeispiel dient auch hier die Energieschleuder Rathaus, wo selbst im Winter gerne mal mit geöffneten Fenstern gearbeitet wird;
- für die Gründung einer „Einkaufsgemeinschaft für Strom“ mit Nachbarkommunen und Kreis, die durch Nachfragebündelung einen besseren Preis erzielen kann Â



Wahlprogramm

