Pressemitteilung der FDP-Fraktion Rhein-Sieg vom 7. Juni 2016: Förderschulen sind wichtiger Partner bei der Inklusion

 

Siegburg – Für die Inklusion von Schülern mit Behinderung sind die Förderschulen im Rhein-Sieg-Kreis nach Auffassung der FDP-Kreistagsfraktion weiterhin ein wichtiger Partner und unverzichtbarer Baustein des Schulsystems. Nicole Westig, Kreistagsabgeordnete der FDP und schulpolitische Sprecherin der Freien Demokraten, unterstrich diese Haltung im Rahmen eines Termins an der Waldschule in Alfter. Gemeinsam mit Bernhard Heitzer, Vorsitzender der örtlichen FDP, nahm Westig an der Einweihung einer neuen Seilbahn an der Alfterer Förderschule teil, die vom Rhein-Sieg-Kreis, der Kreissparkasse und dem Verein AXA von Herz zu Herz e.V. (Köln) finanziert worden war.

Westig begrüßt, dass der Schulausschuss des Rhein-Sieg-Kreises am kommenden Mittwoch mit breiter Mehrheit einen Beschluss fassen wird, der die flexible Beschulung von Kindern der Klassen 5 und 6 an Förder- und Regelschulen unterstützt. Auch Jan-Peter Meier, Schulleiter der Waldschule freut sich über die Unterstützung aus der Kreis-Politik. Die Beschulung von Kindern auch der Klassen fünf und sechs in einer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung habe gezeigt, dass in der Folge überdurchschnittlich viele Schüler von diesen Förderschulen an die Regelschulen wechseln. Damit sei diese Praxis ein Paradebeispiel für gelungene Inklusion. Außerdem betonte der Schulleiter in seiner Rede, dass die Schülerzahl an der Waldschule vor einigen Jahren noch bei 60 lag, jedes Jahr jedoch um rund 10 Prozent wachse, so dass im kommenden Schuljahr 100 Schüler angemeldet seien. "Die hohen Anmeldezahlen zeigen deutlich auf, dass unsere Förderschulen immer noch sehr beliebt sind. Viele Eltern erkennen offenbar, dass die von oben verordnete Inklusion in der Regelschule für zahlreiche Kinder nicht der richtige Weg ist", so Westig.

Angesichts dieser ermutigenden Berichte aus der Praxis zeigt sich Westig verärgert darüber, dass Rot-Grün in Düsseldorf die Flexibilität in den Klassen 5 und 6 offenbar beenden will: "Wenn die Landesregierung diese flexible Handhabung beendet und Förderschulen ein weiteres Mal bewusst benachteiligt, zeigt sie einmal mehr, dass sie eher an ihrer eigenen Ideologie als am Kindeswohl orientiert ist." Die Politik sei in der Pflicht, die Förderschulen unbedingt zu erhalten: "Die Schulen im Rhein-Sieg-Kreis arbeiten sehr erfolgreich und individuell am Kindeswohl orientiert. Diese gute Arbeit der Lehrer verdient im Sinne der Kinder volle Unterstützung." Die FDP-Fraktion begrüße daher, dass der Kreis-Schulausschuss überparteilich einen entsprechenden Beschluss fassen wird und auch der Landkreistag als Dachverband in diesem Sinne Druck auf der Landesebene mache. Auch die FDP-Landtagsfraktion habe bereits Unterstützung für die Förderschulen zugesagt und werde das Thema in Düsseldorf zur Sprache bringen.