Pressemitteilung der FDP-Kreistagsfraktion vom 6. Juli 2016: Neues Integrationskonzept des Kreises: FDP sieht gute Grundlage für die Flüchtlingsarbeit

Das vom Kreistag Rhein-Sieg auch mit den Stimmen der FDP beschlossene Integrationskonzept ist nach Ansicht der Freien Demokraten ein gelungener Rahmen für die Flüchtlingsarbeit des Kommunalen Integrationszentrums Rhein-Sieg. "Wir haben 19 Kommunen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen an die Arbeit des kommunalen Integrationszentrums. Es ist gut, dass wir mit dem Konzept nun sinnvolle Leitplanken haben", so Nicole Westig, Kreistagsabgeordnete der FDP.

Das bisherige Konzept stammte aus dem Jahr 2011 und musste nicht nur mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingslage angepasst werden. Auf Lob stößt bei der FDP, dass an der Entstehung des Konzepts mit den politischen Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Bildungseinrichtungen, Migrantenorganisationen und Verwaltungsstellen des Kreises und der Kommunen alle relevanten Akteure beteiligt waren, so Westig: "Auch durch dieses Maximum an Beteiligung haben wir ein sehr gutes Konzept für die Arbeit vor Ort."

Das Konzept enthält unter anderem die Forderung, dass die Werte des Grundgesetzes von jedem Zuwanderer ohne Abstriche anerkannt werden müssen. "Diese Wertebasis ist für uns elementar, wenn Integration gelingen soll", so Westig. Nun gelte es, das Konzept mit Leben zu füllen. Dabei sind den Freidemokraten nach Aussage der Abgeordneten zwei Bereiche besonders wichtig: "Bei allem Bemühen um Integrationsarbeit dürfen zum einen die Frauen und Mütter nicht vernachlässigt werden. Desweiteren muss darauf geachtet werden, das großartige Engagement der Menschen vor Ort professionell zu koordinieren, denn Ehrenamt braucht Hauptamt.“

Den Fokus auf Frauen und Mütter begründet Westig damit, dass diese für den Spracherwerb der Kinder eine Schlüsselrolle innehätten. „Spezielle Sprachkurse für Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung können ein gutes Modell sein, das das Integrationszentrum aktiv in den Kommunen anbieten sollte."

Die hauptamtliche Unterstützung des Ehrenamts ist für die FDP eine Notwendigkeit, um Frust bei den zahlreichen freiwilligen Helfern zu vermeiden. Westig zeigt sich einerseits beeindruckt über die große Hilfsbereitschaft und betont gleichzeitig, dass dieses Engagement professionelle Strukturen benötige: "Wir sehen das Integrationszentrum auch als Anlaufstelle für das bürgerschaftliche Engagement. Ehrenamts., Die notwendigen finanziellen Auslagen der Ehrenamtlichen sollten schnell und unbürokratisch ersetzt werden können. Da die Politik künftig mehr denn je auf das Engagement der Bürger angewiesen sein wird, müssen wir eine gelebte Anerkennungskultur etablieren.“