FDP will große Lösung

Der FDP Ortsverband Siegburg diskutierte gestern auf seinem Parteitag die Lösung des Überlastungsproblems der Mittelrheinstrecke. Als Gäste begrüßte die Ortsvorsitzende Ingrid Rumland den verkehrspolitischen Sprecher der FDP Kreistagsfraktion, Dr. Friedrich-Wilhelm Kuhlmann und Vertreter der FDP Ortsverbandes Eitorf. Dr. Kuhlmann berichtete über den Stand  der augenblicklichen Planungen und stellte die Verbindung zu Entwicklungsmöglichkeiten im Kreisgebiet her. 

 

Wie die FDP Pressesprecherin Jutta Schröder mitteilte, forderte der FDP Parteitag am Ende der Debatte eine große zukunftsfähige Lösung mit der Konzeption einer Neubaustrecke statt der Flickschusterei an der Strecke Köln-Siegen-Gießen. Das Überlastungsproblem habe keine regionalen Ursachen, sondern sei ein Ergebnis des europäischen Fernverkehrs. Die Verbindung zwischen den Häfen in Holland, wie Rotterdam und Antwerpen, und in Südeuropa speziell Genua mit der Führung durch das Ruhrgebiet sei Hauptursache für die Überlastung der Mittelrheinstrecke

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Die FDP Siegburg wolle eine Entlastung der jetzigen Mittelrheinstrecke. Die sei aber durch den Ausbau der Siegtalstrecke nicht sinnvoll und nicht ausreichend zu erreichen. Bei dem zunehmenden Trend der Verlagerung der Fracht von der Straße auf die Bahn würde keine vernünftige Entlastung  der Mittelrheinstrecke erreicht, aber gleichzeitig die Siegtalstrecke deutlich mehr belastet werden. Für die jetzige Siegtalstrecke wäre es wünschenswert, wenn der Lärmschutz und die Taktung der Züge des Personennahverkehrs erhöht werden könnte. Das vor allen unter dem Gesichtspunkt der Pünktlichkeit dieser Verbindung. 

 

Während die anderen Länder in Europa mutige Ausbaulösungen gewählt hätten, wie das Beispiel des Gotthardt Basistunnels in der Schweiz zeige, verharre Deutschland in einer provinziellen Schockstarre, was Großprojekte angehe. Der mutige Bau einer neuen schnellen Strecke sei für den Frachtverkehr in Europa und in Deutschland von großer wirtschaftlicher Bedeutung und dürfe nicht an der Zögerlichkeit von Entscheidern scheitern.