FDP-Fraktion stellt Fragen zu unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Siegburg

Die FDP Fraktion im Rat der Stadt Siegburg stellt eine Anfrage im Jugendhilfeausschuss zur Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Besonders geht es ihr um die durch die Erlebnisse der Flucht oder durch die Zustände im Heimatland  traumatisierten Jugendlichen.

Dazu die sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss Ingrid Rumland: „Im Umgang mit traumatisierten Jugendlichen sind die ehrenamtlichen Helfer in der Regel überfordert. Hier braucht es professionelle Betreuung und Therapien. Wir wollen wissen, wie die Verwaltung der Stadt dieses Problem einschätzt, welche speziellen Maßnahmen ergriffen werden und wie hoch die Fallzahlen sind.“ 

 

Rumland erklärte weiter, dass  es einen inhaltlichen Konflikt zwischen der UN Konvention über die Rechte des Kindes (KRK), dem Haager Minderjährigenschutzabkommen und dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) auf der einen Seite und den Bestimmungen des Ausländer- und Asylrechts auf der anderen Seite gäbe. Diesen Konflikt, der für eine Therapie negative Auswirkungen habe, dürfe man aber nicht auf dem Rücken der Verwaltung austragen.