FDP besucht Feuerwehr in Siegburg

Eine Delegation der FDP Siegburg besuchte am Montag die Feuerwehr in Siegburg. Gesprächspartner waren der Wehrleiter Thomas Glatz und der stellv. Wehrleiter Georg Burmann sowie der Co-Dezernent in der Stadtverwaltung Bernd Lehmann. Die Delegation der FDP bestand aus der stellv. Ortsvorsitzenden Ariane Schulze, dem Vorstandsmitglied Klaus Rumland und dem Mitglied der FDP-Fraktion Peter Schröder.

 

Gegenstand des Informationsgespräches war die personelle und technische Ausstattung der Feuerwehr und die Entwicklung in der Zukunft. Während die technische Ausstattung und die hauptamtliche personelle Besetzung im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans im Wesentlichen erfüllt seien, gäbe es große Probleme im Bereich der freiwilligen Feuerwehr. Die gesellschaftliche Entwicklung mit hoher Mobilität, die erhöhten Anforderungen im Berufs- und Familienleben und  der demografische Wandel machten es schwer, genügend freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer zu finden und zu halten. Besonders die Frauen seien deutlich unterrepräsentiert. Auch die Unterstützung der Arbeitgeber für diese notwendige ehrenamtliche Arbeit in einer Stadt wie Siegburg sei bedauerlicherweise wenig ausgeprägt. Der aktuelle Mangel an dezentralen Feuerwehrhäusern, die jetzt für Kaldauen und Brückberg geplant seien, mache es außerdem schwer, innerhalb der Löschgruppen ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen, das den Dienst attraktiver mache.

 

Peter Schröder erklärte, dass nach Auffassung der FDP Delegation die gesellschaftliche Verantwortung für den Brandschutz wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden müsse. Der Brandschutz sei seit dem Mittelalter eine zentrale Aufgabe der Bürger einer Kommune. Ohne die freiwilligen Feuerwehren kämen beträchtliche zusätzliche Kosten auf die Bürger in Siegburg zu. Darüber sollten sich alle zivilgesellschaftlichen Organisationen im Klaren sein und entsprechend handeln.

 

Eine weitere Möglichkeit die verantwortungsvolle Arbeit der Feuerwehr in der Zukunft zu sichern, sei die Überlegung, eine interkommunale Zusammenarbeit der Städte Siegburg, Troisdorf, Sankt Augustin, Lohmar und Hennef herbeizuführen. Dazu sei aber der politische Wille in den Stadträten nötig, der bisher an den jeweiligen Stadtgrenzen Halt mache, obwohl die Feuerwehren selbst bereits heute vielfältige gegenseitige Unterstützung leisten würden.

 

Die Feuerwehr in Siegburg werde pro Jahr durchschnittlich zu 500 Einsätzen gerufen. Davon seien circa 80 Fälle wirkliche Einsätze unter Einschaltung der freiwilligen Feuerwehren. Die übrigen  circa 420 Einsätze seien für „Bürger in Not“, aber auch für Katzenbergung aus Bäumen und vollgelaufene Keller und viele andere Gefahrenabwehrmaßnahmen.    

 

40 hauptamtliche Feuerwehrmänner und etwa 100 freiwillige  Feuerwehrleute, von denen aber nur die Hälfte aus den unterschiedlichsten Gründen wirklich aktiv sei, seien auf Dauer nicht ausreichend, um die Aufgabe des Feuerschutzes und die vielfältigen weiteren Aufgaben zu leisten. Die Jugendfeuerwehr mit circa 25 Aktiven gäbe Hoffnung, dass es zumindest einen geringen Nachwuchs gäbe. Die neue Idee des Stadtrates, eine Kinderfeuerwehr einzurichten sei bisher im Planungszustand und ohne weiteres Personal mit pädagogischen Fähigkeiten nicht machbar.