Liberale Woche Rhein-Sieg 2016: Marcel Hafke, MdL "Digitalisierung"

Marcel Hafke, MdL: Chancen durch Digitalisierung und Gründungskultur nutzen.

 

Im Rahmen der Liberalen Woche 2016 der FDP Rhein-Sieg forderte der Landtagsabgeordnete Marcel Hafke, MdL, die rot/grüne Landesregierung in den wichtigen Feldern Digitalisierung und Gründungskultur zum Handeln auf.

 

„Eine ausgeprägte Gründungskultur und der Ausbau der Digitalisierung sind zwei Bereiche, die fest miteinander verbunden sind und ohne die wir unseren Wohlstand nicht halten können. Es gibt zurzeit keine Partei, die so gut wie die Freien Demokraten im Bereich Digitalisierung und Gründung aufgestellt ist.“

 

Wir brauchen eine Gründerkultur, die es Menschen mit neuen Ideen ermöglicht, ihr Unternehmen schnell und sicher zu gründen. Dazu muss die Bürokratie gebändigt werden und die Banken dürfen die Innovation nicht weiter durch kleinliches Abschätzen von Gewinnerwartungen behindern. Die Idee des Risikokapitals muss bei Banken auch endlich Fuß fassen. Nach Marcel Hafke ist Estland ein Beispiel für schnelles Handeln, wo man digital ein Unternehmen gründen kann und nach 13 Minuten digital einen positiven Bescheid bekommen kann.

 

Der Ausbau eines flächendeckenden Breitbandnetzes sei wesentliche Voraussetzung für die Gestaltung unserer wirtschaftlichen Zukunft, für Arbeitsplätze und Wachstum. Der Mangel an Gründerkultur und Breitbandnetzausbau habe NRW jetzt schon an das Ende der Wachstumsraten in den Bundesländern gebracht. Hier sei schnelles Handeln erforderlich.

 

Von den ca. 2.000 Gewerbegebieten in NRW seien nur ca. 14% an schnelles Internet angeschlossen. Es gäbe 396 Kommunen in NRW. Davon seien nur drei flächendeckend an schnelles Internet angebunden. 

 

Digitalisierung eröffne auch ganz neue Möglichkeiten in allen Lebensbereichen. Hafke forderte, dass man zunächst die Chancen dieser Entwicklung sehen solle. Danach gelte es die Risiken richtig zu bewerten. Der Datenschutz der 70erJahre funktioniere nicht mehr. Bei der Digitalisierung zahle man mit seinen Daten. Und man entscheide, ob man seine Daten freigibt oder ob man Geld zahlt. Der Staat müsse die rechtlichen Bedingungen für die die Nutzung der Digitalisierung ausarbeiten.