Oktoberfest blau-gelb in Windeck mit Wolfgang Kubicki

 

 

V.l.n.r: Renate Frohnhöfer, FDP Kreistagsabgeordnete, Wolfgang Kubicki, stellvertr. FDP Bundesvorsitzender und Vorsitzender der FDP Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Nicole Westig, FDP Kreistagsabgeordnete und Bundestagskandidatin, Jürgen Peter, Vorsitzender der FDP Rhein-Sieg und Heinrich Euteneuer, Schatzmeister der FDP Rhein-Sieg

Die Spannung war groß, als Wolfgang Kubicki schließlich in Windeck-Wilberhofen im Saal Köpcke erschien. Zuvor hatte die Spitzenkandidatin der FDP Rhein-Sieg für die Bundestagswahl 2017, Nicole Westig, die Anwesenden auch im Namen des Kreisverbandes begrüßt und sich als Politikerin vorgestellt.

 

Auf dem Rückflug von den Balearen machte Kubicki Station im Ländchen und löste damit ein Versprechen vom Jahresanfang ein, dass er dem Ortsvorsitzenden Uwe Steiniger gegeben hatte. Die Verspätung war unverschuldet – es fand sich Rauschgift an Bord seines Fliegers.

 

Eine kurze Erfrischung und ohne Umschweife ging der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein und stellvertretende Bundesvorsitzende ans rhetorische Werk – und das war nach kurzer Aufwärmphase vom Feinsten.

So sei ein Land mit einer angeschlagenen und unzureichenden Infrastruktur international als Wirtschaftsstandort im Nachteil. In seiner Heimat Norddeutschland haben die größeren Schlaglöcher inzwischen die Namen von Politikern erhalten. Die Investitionen in Reparatur und Ausbau blieben zu weit hinter dem Notwendigen zurück.

 

Als Rechtsanwalt ging er natürlich auch auf den Rechtsstaat ein. Die hiesigen Gesetze gälten für alle Menschen, egal welcher Herkunft und Religion. So sprach er sich unzweideutig gegen die Rechtmäßigkeit von Kinderehen aus. Wenn auch im Ausland geschlossene Ehen mit Minderjährigen auf Grund des Schutzes der Ehe nicht annulliert werden können, so sollte im Fall einer Trennung des Paares das Jugendamt die Sorge für die Jugendliche übernehmen.

Auf seine Meinung zum Bürgerkrieg in Syrien, den Spannungen in der Türkei sowie zwischen Russland und den Vereinigten Staaten angesprochen, legte er sich auf eine persönliche Einschätzung fest. So sei es für ihn bei der Lösung der grausamen Auseinandersetzungen im mittleren Osten unvermeidlich, mit Russland in Kontakt zu bleiben. Ohne Russland gäbe es keinen Frieden.

 

 

Insgesamt blieb er nach einer Stunde Vortrag keine Antwort auf die anschließenden zahlreichen Fragen offen.  Einmal mehr zeigte der kantige Kubicki, dass er Politik kann. Dass er nach dem Wiedereinzug in den Landtag Schleswig-Holsteins Anfang 2017 anschließend für den Bundestag kandidieren will, hat an dem kurzweiligen Abend im Ländchen niemanden mehr überrascht.