Pressemitteilung von CDU Fraktion und FDP Fraktion vom 14. November 2016 zu Schulsozialarbeit

Die CDU- und FDP-Fraktionen stellen folgenden Antrag für die nächsten Sitzungen des Schul­ausschusses und des Rates:

 

Die Landesregierung wird aufgefordert, die immer wichtiger werdende Schulsozialarbeit endlich flächendeckend und nachhaltig in die Schulstrukturen einzugliedern und deren Finanzierung vollständig zu übernehmen.

 

Die Landesregierung darf diese originär landespolitische Aufgabe nicht den Städten und Ge­meinden aufhalsen.

 

„Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit an allen Schulen. Dies gilt besonders angesichts der veränderten Rahmenbedingungen im schulischen Alltag und der sich ändernden Familienstrukturen“, bekräftigt der schulpolitische Sprecher der CDU-Frak­tion, Alexander Bermann, die Forderung.

 

Die Aufgaben reichen von Elterngesprächen und Hausbesuchen über die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern bis hin zu Suchtprävention und Unterstützung bei Mobbingfällen. Nicht selten sind Schulsozialarbeiter/innen in Krisensituationen die einzigen akzeptierten Ge­sprächspartner von Schülerinnen und Schülern. Sie erfüllen damit Aufgaben, die die Lehrerin­nen und Lehrer im Schulalltag häufig nicht mehr leisten können.

 

„Schulsozialarbeiter schaffen daher Raum für die Kernaufgaben an den Schulen in Nordrhein-Westfalen, für das Unterrichten“, so Sigrid Haas, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. 

 

Das Land Nordrhein-Westfalen ist für die Sicherstellung der Schulsozialarbeit als Teil der pä­dagogischen Arbeit an den Schulen des Landes zuständig (s. Runderlass des Schulministeriums vom 21.1.2008).