FDP-Fraktion ergreift Initiative für mehr Barrierefreiheit

Die FDP-Fraktion wird sich mit einer Initiative an den Ausschuss für kommunale Gesellschaftspolitik und an den Rat der Stadt wenden, um mehr Barrierefreiheit auf öffentlichen Verkehrsflächen in Siegburg zu sichern. So wie die Liberalen Senioren vor drei Jahren eine Initiative ergriffen haben, die Haltestellen für Busse in der Stadt barrierefrei und komfortabler zu gestalten, will die FDP Fraktion nun in Verhandlungen mit ihrem Koalitionspartner CDU erreichen, dass das Thema Barrierefreiheit generell in der Stadt ein Thema wird.

 

„Wir wissen, dass Barrierefreiheit nicht im Hau-Ruck-Verfahren in einer Stadt mit einem mittelalterlichen Kern zu verwirklichen ist. Deshalb wollen wir uns dem Thema behutsam nähern. Aber grundsätzlich müssen wir nicht nur für Senioren und Menschen mit Behinderungen, die auf Rollstühle und Rollatoren angewiesen sind, sondern auch für Eltern mit Kinderwagen und  Buggys die Initiative ergreifen, “ führt Peter Schröder als FDP-Sprecher im Ausschuss für kommunale Gesellschaftspolitik aus. „Wir sind während des Landtagswahlkampfes häufig auf das Problem angesprochen worden, jetzt greifen wir das Thema auf.“

So wie der Altenbericht der Bundesregierung eindeutig die Sicherung der Mobilität den Kommunen zur Pflicht macht, müssen wir uns generell mit der Barrierefreiheit in Siegburg beschäftigen. Der Umbau der Bushaltestellen kann nur ein Anfang sein. Es gibt seit Jahren eindeutige DIN-Vorschriften, wie die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum gestaltet werden muss. Und es gibt sogar Beschlüsse in Siegburg, Zug um Zug Bodenindikatoren für die Orientierung von Blinden in den Straßenraum einzubauen. Hier haben wir noch ein Handlungsdefizit. Wir leiden in Siegburg bei der Barrierefreiheit an einem Umsetzungsdefizit und nicht an einem Wissensdefizit, so Peter Schröder. 
 

Die FDP Fraktion hoffe, dass zunächst für den Innenstadtbereich und später für die übrigen Stadtteile von der Stadtplanung ein Konzept entwickelt werden könne, mit dem die Teilhabe aller Siegburger und ihrer Besucher am gesellschaftlichen Leben gesichert werden könne.