LIBERALE Zeitung der FDP-Siegburg 08.2017: Editorial

Editorial

Liebe Siegburgerinnen und Siegburger.

Siegburg ist eine schöne Stadt. Das merken wir daran, dass immer mehr Menschen sich in unserer Stadt ansiedeln wollen. Das bringt neue Chancen aber auch neue Herausforderungen zu den jetzt schon vorhandenen. Und das bedeutet, wir müssen auch in unserer Kommune anfangen, Politik neu zu denken.

Die letzten Jahre waren stark von der Finanzkrise in der Stadt geprägt. Und dabei sind viele Dinge liegen geblieben. Die Sanierung des öffentlichen Straßennetzes und die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum lassen noch zu wünschen übrig: Die Weiterentwicklung der „Frühen Hilfen“, für die Familien mit Kindern die Anpassung der Öffnungszeiten der Kindergärten an die Arbeitszeit der Eltern, und die Entwicklung der Inklusion brauchen einen neuen Anstoß. Die Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen, die durch das ehrenamtliche Engagement der Siegburger bisher gut gelaufen ist, braucht jetzt auch von staatlicher Seite eine geordnete Entwicklung zur verbindlichen Integration. 

Wir brauchen in Siegburg einige grundsätzliche Entscheidungen, die nicht willkürlich von Tag zu Tag verändert werden, sondern deren Langfristigkeit durch einen „Masterplan Siegburg“ gesichert werden muss. Nur dann wissen wir, wieviel Zuzug wir uns leisten können und wollen, welche Flächen wie genutzt werden sollen, wie sich die Wohnungspreise stabilisieren lassen, und wieviel Arbeitsplätze geschaffen werden können. 

Sollten die Freien Demokraten, wie schon im Land NRW, auch auf Bundesebene wieder eine wichtige Rolle spielen, werden auch die Entscheidungsfindungen auf unserer städtischen Ebene einfacher und führen zu dem von uns gewünschten „neuen Denken“.

Ingrid Rumland 

FDP Ortsverbandsvorsitzende