Pressemitteilung vom 8. Juli 2018

Stammtisch der FDP mit gut besuchter Ortsbegehung in den Höhenorten 

Eine Gruppe von circa 30 Personen wanderte am Freitagabend auf Einladung der FDP Siegburg durch Teile der Höhenorte. Die Ortsbegehung aus Anlass des Dorfentwicklungsplanes wurde angeführt von Jennifer Kotula, der Ortsvorsitzenden der Partei und von Jürgen Peter, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Stadt. Die Route führte zu einigen umstrittenen Bauobjekten, einigen Bausünden der Vergangenheit und endete in der Gaststätte „Zum Turm“. Beim Rundgang wurde auch deutlich, dass der ruhende Verkehr ein besonderes Problem darstellt, was dazu führt, dass der Versiegelungsgrad im Ortsteil ständig steigt.  

Unterwegs führte Jürgen Peter in das zurzeit laufende Entwicklungsverfahren für den Plan ein. Der Planungsausschuss hatte auf seiner letzten Sitzung die Null-Variante präferiert und zur weiteren Behandlung an das Planungsamt verwiesen. Schon auf der Wanderung entwickelten sich intensive Gespräche, die nach der Begehung beim Stammtisch fortgesetzt wurden.

Horst Thüne, der stellv. Vorsitzende der FDP Siegburg begrüßte die Teilnehmer und forderte zu einem intensiven Gedankenaustausch auf. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass es sehr verschiedene Vorstellungen für die Zukunft der Höhenorte gibt. Das Spektrum reicht vom Erhalten des Status quo ohne weiteren Zuzug über eine zurückhaltende Binnenentwicklung bis zu der Erkenntnis, dass in 50 Jahren sowieso die Ortsteile anders aussehen würden und deshalb eine Entwicklungsplanung vorzusehen sei, die auch mit Wachstum verbunden ist. Eine Annäherung der Positionen konnte dabei nicht erreicht werden. 

Für die FDP ist diese Erkenntnis eine wichtige Grundlage für die Meinungsbildung im Ortsverband und in der Fraktion für die weitere Behandlung der Vorschläge der Verwaltung. Ein vorläufiges Fazit könnte nach Jürgen Peters Vorstellung sein: „Da der Entwicklungsstand in den verschiedenen Ortsteilen und den Straßenzügen sehr unterschiedlich ist, kann eine Vereinheitlichung des Baurechts in den Höhenorten nur schwer erreichbar sein, ohne in  die Eigentumsrechte Einzelner massiv einzugreifen. Deswegen wird es nötig werden, kleinteilige und ortsteilspezifische Entscheidungen zu treffen, die die unterschiedlichen Interessen so weit wie möglich unter einen Hut bringen.“