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Die FDP Rhein-Sieg auf der Classic Cars in Mondorf

Ein Traditionsevent im Zeichen der gesperrten Bonner Nordbrücke

Am vergangenen Wochenende fand das beliebte Oldtimer-Treffen „Classic Cars“ in Niederkassel-Mondorf statt. Die Veranstaltung stand auch im Zeichen der gesperrten Bonner Nordbrücke (A565), denn die verkehrspolitische Misere hatte handfeste Auswirkungen auf die Veranstaltung: Von der gegenüberliegenden, linken Rheinseite kamen sichtbar weniger Besucher nach Mondorf, da die gewohnten Verkehrsachsen über den Rhein blockiert waren.

Die FDP Rhein-Sieg nutzte die Classic Cars, um mit einem großen Infostand Präsenz zu zeigen. Als prominenter Gast war Christof Rasche aus Lippstadt vor Ort. Der erfahrene NRW-Landtagsabgeordnete und amtierende Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen fand bei einem kurzen Auftritt deutliche Worte: Rasche kritisierte den aktuellen Umgang der Landes- und Bundesregierung mit der belastenden Verkehrssituation in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis, die das Resultat jahrelanger Verschleppung und ideologisch getriebener Blockadepolitik ist. 

Aus Sicht der FDP ist das aktuelle Debakel kein Zufall. Zu Zeiten der Ampelregierung drängte der damalige FDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing vehement auf eine radikale Beschleunigung von Infrastrukturprojekten, wurde aber von SPD und Grünen gezielt ausgebremst. Aus dogmatischen Gründen der „Mobilitätswende“ verschleppte man sowohl den Brückenerhalt als auch die dringend notwendige Wiederherstellung der Rheinfahrrinne.

Das bittere Paradoxon zeigt sich nun vor Ort: Ausgerechnet der grüne NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer ruft angesichts der Krise hastig nach Bundesmitteln für Baggerarbeiten im Rhein – Maßnahmen, die seine eigene Partei auf Bundesebene über Jahre als ökologisch schädlich blockiert hatte. Erst als der wirtschaftliche und verkehrstechnische Kollaps da war, fiel die ideologische Schranke.

Die Quittung für dieses Versäumnis zahlen nun die Menschen in der Region. Weil die Wiederherstellung der Rheinfahrrinne verschleppt wurde und der Frachtverkehr stets Vorrang hat, verweigern die Behörden den Einsatz größerer Fähren als temporäre Entlastung der aktuellen Verkehrssituation. Eine pragmatische, marktwirtschaftliche Lösung, bei der private Fährbetreiber das Risiko größerer Schiffe eigenständig und ohne staatliche Zuschüsse tragen, wird aufgrund starrer Regularien im Keim erstickt.

Für die Pendler im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn bedeutet das „Classic Cars“-Wochenende eine schmerzhafte Vorschau auf die kommenden Jahre: Bis zum mühsamen, langjährigen Brücken-Wiederaufbau wird es wohl kaum Entlastung durch einen verbesserten Fährbetrieb geben. Es bleibt beim verordneten Mangelbetrieb mit kleineren Fähren im Taktverkehr. Das Mondorfer Event hat auch gezeigt, dass Wohlstand und Lebensqualität untrennbar an eine ideologiefreie, funktionierende Infrastruktur gekoppelt sind – eine Erkenntnis, für die sich die FDP weiterhin konsequent einsetzt.